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Internationale Praktika

Praxis trifft Perspektivwechsel - Auslandspraktika für Ethnolog*innen

Ein Auslandsaufenthalt muss nicht immer ein Studium sein. Auch Auslandspraktika bieten wertvolle Gelegenheiten, internationale Erfahrungen zu sammeln. Gerade für Studierende der Ethnologie eröffnen sich hier spannende Möglichkeiten, Theorie und Praxis zu verbinden: Sei es in NGOs, Museen, kulturellen Einrichtungen, internationalen Organisationen oder Forschungsprojekten vor Ort.

Mit einem Praktikum im Ausland erweitern Sie nicht nur Ihre fachlichen Kompetenzen, sondern erhalten konkrete Einblicke in Berufsfelder mit ethnologischem Bezug. Gleichzeitig schärfen Sie Ihre interkulturelle Sensibilität, verbessern Ihre Sprachkenntnisse und stärken wichtige Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität und Eigenverantwortung - allesamt Kompetenzen, die auch im späteren Berufsleben stark gefragt sind.

Da Auslandspraktika in der Regel unbezahlt sind und mit zusätzlichen Kosten verbunden sein können, lohnt es sich, frühzeitig über Fördermöglichkeiten nachzudenken. Verschiedene staatliche und private Institutionen bieten Programme zur finanziellen Unterstützung an, wie etwa Erasmus+, DAAD-Stipendien oder spezielle Fachprogramme.

Wichtig zu wissen: Die Bewerbungsfristen, Anforderungen und Fördersummen unterscheiden sich je nach Programm. Eine frühzeitige Planung ist daher unerlässlich.

Erasmus+ Praktika

Innerhalb des Erasmus+ Programms werden auch Praktika von Studierenden in Unternehmen, Institutionen und Organisationen im europäischen Ausland gefördert. Die Aufenthalte werden in allen Programmländern gefördert.

Ziel ist es, dass Studierende in einem internationalen Arbeitsumfeld Berufserfahrung sammeln können und die Anforderungen des EU weiten Arbeitsmarktes kennenlernen. Des Weiteren können die Studierenden ihre Schlüsselqualifikationen wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Offenheit und Kenntnisse über Kulturen und Märkte erweitern.

Studierende können für ein Pflichtpraktikum oder ein freiwilliges Praktikum zwischen zwei und zwölf Monaten gefördert werden.

Vorteile eines Erasmus+ Praktikums im Ausland

  • EU-Praktikumsvertrag zwischen Hochschule, Unternehmen und Studierendem
  • akademische Anerkennung des Praktikums
  • Begleitung während des Praktikums durch je einen Ansprechpartner an der Heimathochschule und im Unternehmen
  • Förderung auslandsbedingter Mehrkosten (monatlicher Mobilitätszuschuss)
  • Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch)
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung (ab GdB 20) und/oder chronischer Erkrankung, sowie Studierende mit Kind(ern)

Voraussetzungen für ein Erasmus+ Auslandspraktikum

  • reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule
  • nicht förderbar sind Praktika in EU-Institutionen und anderen EU-Einrichtungen, einschließlich spezialisierter Agenturen, sowie Einrichtungen, die EU-Programme verwalten

Kontakt: International Office, Abteilung 93 Internationale Mobilität

Ansprechperson: Annika Schwarz, M.A.

Mehr Informationen zu Bewerbung und Voraussetzungen

PROMOS

PROMOS-Stipendium - Internationale Praxiserfahrung außerhalb Europas
Das PROMOS-Stipendienprogramm des DAAD, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), bietet deutschen und gleichgestellten Studierenden die Möglichkeit, studienbezogene Aufenthalte weltweit zu finanzieren, jenseits etablierter Austauschprogramme.

Gefördert werden unter anderem Praktika, Sprachkurse und Studienaufenthalte. Im Fokus stehen individuelle Auslandserfahrungen, die über die regulären Programme hinausgehen.

Was wird gefördert?
Praktika außerhalb Europas

Praktika zwischen Bachelor- und Masterstudium, wenn eine vorläufige Masterzulassung vorliegt

Wichtig: Promovierende können nicht gefördert werden. Ausnahme: Studierende der Humanmedizin, die bereits im Studium promovieren.

Förderdauer
Mindestens 1 Monat, maximal 6 Monate

Leistungen
Einmaliger Reisekostenzuschuss abhängig vom Zielland

Reisewarnungen beachten
Förderungen sind nur für Länder möglich, für die keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts besteht. Sollte während des Aufenthalts eine Warnung ausgesprochen werden, ist eine Ausreise verpflichtend, und die Förderung endet.

Hinweis
Bitte prüfen Sie vor Ihrer Bewerbung, ob ein spezifisches DAAD-Praktikumsprogramm für Sie infrage kommt. Diese Programme haben Vorrang gegenüber PROMOS.

Kontakt: International Office, Abteilung 93 Internationale Mobilität

Ansprechperson: Helen van Ravenstein, M.A.

Mehr Informationen zu Bewerbung und Voraussetzungen

Die fachliche Beratung zu weltweiten Praktika erfolgt durch das Institut für Ethnologie. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie hier:

Praktikum Fachberaterin am Institut für Ethnologie

 Dr. Léa Lacan

Dr. Léa Lacan

Adresse

100 Hauptgebäude, Albertus-Magnus Platz 1, Raum 6.103

Details

Sprechstunden nach Vereinbarung

Webseiten:

GSSC

ERC Advanced Grant Project “Rewilding the Anthropocene”